Über mich – wie ich mein Leben beflügelt habe

Mein Weg von der Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit
zur glücklichen Unternehmerin.

Über mich – wie ich mein Leben beflügelt habe

Mein Weg von der Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit zur glücklichen Unternehmerin.

Ich gebe immer 100 Prozent

Nach meinem Studium in Wien habe ich zunächst bei einem Reiseveranstalter und in einer PR-Agentur gearbeitet, bevor vor 22 Jahren meine klassische Unternehmenskarriere begann. Ich habe für meinen Job in der Kommunikation eines sehr namhaften Konzerns gebrannt und alles gegeben, um meinen Job als Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit zu 100 Prozent gerecht zu werden.

Die für mich wichtigen Werte wie Wertschätzung sowie offene und ehrliche Kommunikation gehörten zur Unternehmensphilosophie. Ich war sehr stolz und dankbar, zur Family zu gehören.

Vor über vier Jahren fing das Konstrukt an zu wackeln. Unser CEO wurde von jetzt auf gleich aus seinem Job entlassen, ungeachtet seiner Erfolgsgeschichte, die dem Konzern zugute kam. Mit einer neuen Führungskultur wurden die einst so wichtigen Werte hintangestellt.

Ich habe über einiges hinweggesehen: Dass ich mich sinnentleert, genervt und müde fühlte und keine Zeit mehr für meine Kinder und Familie hatte – von meinen Freunden ganz zu schweigen. Und eines habe ich zunächst besonders konsequent ignoriert, weil ich es mir nach so vielen Jahren nicht eingestehen wollte: Dass ich tief im Inneren total unglücklich war, jeden Tag extrem viel Energie und Kraft aufwenden musste, um überhaupt zur Arbeit zu fahren. Bis ich eines verstanden habe: Ich vergeude hier meine wertvolle Lebenszeit – und das ist allein meine Verantwortung.

Und dann hörte ich sie: Meine innere Stimme, die mir zuflüsterte, dass noch so viel mehr in mir steckt. Dass mein Leben noch sehr viel zu bieten hat. Mein Stimmchen wurde zum lauten Rufen nach etwas Neuem, etwas, das mir wieder Spaß und Freude macht und vor allem sinnvoll ist. Mein Wunsch ging in Erfüllung. In Form eines grünen, sehr nachhaltigen Businesskonzeptes, das mir quasi vor die Füße gefallen ist. Ich habe es aufgehoben und mit einer Stunde pro Tag nebenberuflich meine „andere“ Karriere in die Hand genommen.

Ab diesem Augenblick war mir klar: Ich wollte einen grünen Fußabdruck hinterlassen, einen Job, der wirklich Sinn macht. Für mich und für andere.
Ich halte nach wie vor diesen Juwel in der Hand, mit dem ich auch Sie dabei unterstützen kann, Ihre Träume zu verwirklichen und gleichzeitig einen Beitrag dazu zu leisten, diese Welt zu erhalten.

 

Der innere Kampf, meinen gut bezahlten und sicheren Job aufzugeben

Nach gut 2 Jahren RINGANA nebenberuflich stand ich nun da mit meiner Erkenntnis und vor der Entscheidung, ob ich es wagen soll – den Schritt in die Selbstständigkeit.

Meine Gedanken schlugen Purzelbäume. Ich war zerrissen. Auch wenn sich mein RINGANA Geschäft sehr gut entwickelt hat, kamen quälende Zweifel in mir hoch. Ich sah Sequenzen meines Lebens: Schule, Ausbildung, Studium, mein Einstieg in die Medienbranche, die schönen Jahre bei der Siemens AG, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Meetings, Briefings, Events, das Leben kann so schön sein … höher, schneller, weiter. Eigentlich ein Traum! Oder doch nicht? Die Vision, es besser zu machen bzw. anders zu machen kam unaufhaltsam. Immer nur AUSHALTEN, AUSSITZEN? Muss ich dankbar sein, für einen gesichtslosen Job? Zu jedem Zugeständnis bereit, mit einem Rückgrat aus Gummi, klein wie eine Maus? Möchte ich das wirklich? Ein angepasster, devoter Mitarbeiter sein? Ohne echte Aufgabe und Mitbestimmung?

Will ich tatsächlich nichts mehr bewegen? Bin ich mit über Mitte 40 mehr tot als lebendig? Will ich das? Mein verschollenes Selbstbewusstsein erwachte zum Leben: „Nein, das will ich nicht!“
Jetzt war es raus! Mein aufmüpfiges ICH lief endlich wieder zu Höchstform auf: „Du bist hochqualifiziert, engagiert und gut! Zeig’s Ihnen!“ Gerade will ich wieder müde werden, da legte die trotzige Stimme noch eins drauf: „Ich hab‘s! Wir machen uns selbstständig!”
Juhuu! Und dann habe ich es getan. Mit zittrigen Knien, aber mit Schmetterlingen im Bauch, habe ich die letzte Unterschrift unter meine Kündigung gesetzt. Die beste berufliche Entscheidung ever. 1,5 Jahre später bin ich sooo sehr von dem beflügelt, was ich heute habe! Meine persönliche Work-Life-Balance. Mit einem Team von über 400 wundervollen Menschen und einem Job, der mich tief erfüllt. Mit ausreichend Zeit für die schönen Dinge des Lebens.