Ich und selbstständig? Nein! Ja? Vielleicht?

Der lange Weg zu mir – eine Homage ans Aufgeben!

Wer hätte das gedacht? Das Leben schreibt doch seltsame Geschichten. Vorgestern noch Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Siemens AG in Krefeld und heute?

Ein echter Richtungswandels mit persönlichem Untertitel: „Einmal zur Hölle und zurück“.„Du hast doch einen so tollen Job bei Siemens. Und jetzt? Direktvertrieb mit angeschlossenem Empfehlungsmarketing? Was ist das für ein Quatsch? Dafür habe ich dein Studium finanziert? Um Putzlumpen oder Plastikschüsseln zu verkaufen?“ mein Vater Mann, der alten Schule konnte es nicht glauben. Wenn ich ehrlich bin, habe ich ihn noch nie so erlebt.“Dann mach doch nen Malkurs!“ Puh das sitzt! Eine Klatsche nach der anderen. Ich vernehme noch irgendein Gemurmel von „Wenn‘s dem Esel zu gut geht….“ und stürze dann ins Leere! Die Gedanken formieren sich zu kleinen bösen Geistern, die durch meinen Kopf spuken und klares Denken unmöglich machen …Sie schreien

und kreischen:“ Siehste was für eine blöde Idee! Wie kannst du nur?“ Warum dieser Hohn, diese Schadenfreude…..ist das die Strafe für eine überzogene Selbsteinschätzung. Ein Status, den es vielleicht gar nicht gibt und den es wahrscheinlich auch noch nie gab. Hilfe! Bilder ziehen an mir vorbei. Mein beruflicher Werdegang, die Vita, wie man heute so schön sagt, einem Stummfilm gleich, abgehackte Bilder mit schlechten zweit- oder drittrangigen Möchtegernschauspielern à la GZSZ und jeder Darsteller – ICH selbst ….ich sehe Sequenzen

meines Lebens…..Schule, Ausbildung, Studium, mein Einstieg in die Medienbranche, die schönen Jahre bei der Siemens AG , Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Meetings, Briefings, Events, das Leben kann so schön sein…höher schneller, weiter, ein Traum! Die Bilder werden farbig, die Darstellerin glänzt in ihrer Rolle – sie ist fröhlich…die Prinzessin auf der Erbse!! Herrlich! Weiter so!! Alles super, oder doch nicht?

Die Realitiät sieht anders aus! Aktuelle Studien zeigen über 63% der Beschäftigten sind scheinbar mit Ihrer Arbeit unzufrieden. Mehr als jeder Dritte fühlt sich nicht richtig gefordert. Der Witz: Überforderung und Unterforderungen vermiesen vielen den Job. Echte Wertschätzung findet nicht statt. Meetings werden zum persönlichen Schlachtfeld. Neue Ideen rasen wie hungrige Wölfe von Mitarbeiter zu Mitarbeiter, wer‘s nicht kapiert, wird gefressen. Tja Pech! Emails werden gehortet, um möglicherweise irgendwann mal den Beweis zu liefern: Ich war‘s nicht!

Die Vision es besser zu machen ergriff mich langsam aber unaufhaltsam. Immer nur

AUSHALTEN, AUSSITZEN? Muss ich dankbar sein, für einen gesichtslosen Job. Zu jedem Zugeständnis bereit, mit einem Rückgrat aus Gummi, klein wie eine Maus. Möchte ich das wirklich? Ein angepasster, devoter Mitarbeiter sein. Ohne echte Aufgabe und Mitbestimmung.

Will ich tatsächlich nix mehr bewegen. Bin ich mit über Mitte 40 mehr tot als lebendig? Will ich das? Mein verschollenes Selbstbewusstsein erwacht zum Leben. „Nein das will ich nicht!“

Jetzt ist es raus! Mein aufmüpfiges ICH läuft endlich wieder zu Höchstform auf: „Du bist hochqualifiziert, engagiert, und gut! Zeig‘s Ihnen!“ Gerade will ich wieder müde werden da legt die trotzige Stimme noch eins drauf: „Ich hab‘s – wir machen uns selbstständig!

Juhuu!

Aber muss es gerade das Geschäft des 21. Jahrhunderts? Gerhirnforscher wissen es schon längst, die besten Ideen kommen nicht durch krampfhaftes Nachdenken sondern durch loslassen. Mein neues Leben hielt ich schon längst in den Händen. Jeden Morgen, jeden Abend – ohne es zu wissen!

Nachhaltigkeit ist mir wichtig! Ich möchte, wenn auch im Kleinen, dazu beitragen, die Welt zu erhalten. Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt! Tagtäglich können wir uns auf Neue für einen gesunden, nachhaltigen Lebensstil entscheiden. Plastikmüll im Meer, Plastikmikropartikel im Gesicht! Ganz ehrlich: Für mich ein No Go! 

Gestatten! Selbstständige RINGANA-Frischepartnerin! Glücklich! Erfolgreich! Die frischen Produkte von Ringana schaffen den Spagat 

zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Auszeichnungen – national und  international –  wie österreichischer Klimaschutzpreis oder European Business Award. Ein Jahreswachstum von rund 40%, 46.000 Vertriebspartner weltweit und ein Umsatz in 2018 von 80 Millionen EUR sprechen für sich! Das Vertriebssystem ist der Frische geschuldet. Ohne jegliche Konservierungsstoffe sind Cremes, Shampoos und Lotions nur wenige Monate haltbar und dürfen nicht im Handel verkauft werden. Logisch eigentlich! Ich fühle mich gut! Bereit für mehr!

Täglich können wir uns aufs Neue für einen nachhaltigen Lebensstil entscheiden. Jeder von uns kann durch sein eigenes Handeln einen Beitrag leisten.